

Lena Marten vom Peter-Wust-Gymnasium Wittlich erhält den Kleinen Peter-Wust-Preis 2026
Im Rahmen der Abiturfeier 2026 am Peter-Wust-Gymnasium Wittlich wurde Lena Marten mit dem Kleinen Peter-Wust-Preis ausgezeichnet. Der Preis wird an Schülerinnen und Schüler vergeben, die sich durch christliches, soziales oder schulisches Engagement sowie durch eine besondere Haltung im menschlichen Miteinander hervorgetan haben.
Der Kleine Peter-Wust-Preis erinnert an den Philosophen Peter Wust, dessen Denken von Fragen nach Verantwortung, innerer Haltung, Glauben und menschlicher Existenz geprägt war. Vor diesem Hintergrund zeichnet der Preis junge Menschen aus, die im schulischen und außerschulischen Leben Verantwortung übernehmen und durch ihr Verhalten Orientierung geben.
Die Laudatio stellte Lena Marten als eine Abiturientin vor, deren Engagement in unterschiedlichen Lebensbereichen sichtbar wird. Genannt wurden insbesondere ihr Einsatz als Ministrantin, ihre Mitwirkung in der kirchlichen Jugendarbeit sowie ihr Engagement im karnevalistischen Brauchtum. Auch ihre Beteiligung an Aktionen zur Finanzierung einer Jugendfreizeit nach Rom wurde hervorgehoben.
Ein zentrales Motiv der Laudatio war die Verbindung zweier Bereiche, die auf den ersten Blick gegensätzlich erscheinen können: kirchliches Engagement und karnevalistische Tradition. Ausgangspunkt war Pieter Bruegels Gemälde „Der Kampf zwischen Karneval und Fasten“ aus dem Jahr 1559. Die Laudatio nahm dieses Bild als Hinweis darauf, dass Lebensfreude, Brauchtum, religiöse Praxis und Verantwortungsbereitschaft nicht voneinander getrennt werden müssen.
Lena Marten engagierte sich unter anderem im Umfeld der KV Moareulen Gillenfeld. Zugleich war sie als Ministrantin aktiv und beteiligte sich an kirchlichen und gemeinschaftsbezogenen Vorhaben. In der Laudatio wurde damit ein Profil sichtbar, das nicht nur durch einzelne Aktivitäten bestimmt ist, sondern durch die Bereitschaft, in verschiedenen sozialen Zusammenhängen Verantwortung zu übernehmen.
Auch im schulischen Kontext wurde Lena Marten als freundlich, hilfsbereit und engagiert beschrieben. Die Stufenkonferenz würdigte besonders ihr Verhalten im Alltag der Schulgemeinschaft. Dabei stand weniger eine einzelne herausragende Leistung im Vordergrund als vielmehr ihre verlässliche Präsenz im menschlichen Miteinander.
Hervorgehoben wurde zudem ihre Aufgeschlossenheit gegenüber kulturellen und geistigen Fragestellungen, etwa im Zusammenhang mit einem Besuch der Bundeskunsthalle in Bonn zur Ausstellung „Immanuel Kant und die offenen Fragen“. Dieser Hinweis unterstreicht, dass die Auszeichnung nicht allein auf praktisches Engagement bezogen ist, sondern auch auf Offenheit für Bildung, Reflexion und gesellschaftliche Fragen.
Die Peter-Wust-Gesellschaft gratuliert Lena Marten zur Verleihung des Kleinen Peter-Wust-Preises und wünscht ihr für ihren weiteren Weg alles Gute.